Gemeinde Niederer Flaeming
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Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel

Niederer Fläming, den 31.12.2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Niederer Fläming,

 

das Jahr 2017 neigt sich dem Ende und es ist für mich an der Zeit Abschied zu nehmen. Meine Amtszeit als Bürgermeister unserer Gemeinde endet nach mehr als sechs Jahren zum 01.01.2018. Wir können auf ereignisreiche Jahre zurückblicken...

 

Vieles wurde geschafft, vieles liegt noch vor uns. Die Gemeinde Niederer Fläming wird ab dem 01.01.2018 amtsangehörige Gemeinde des Amtes Dahme/Mark sein. Ich persönlich bin froh, dass dieser Schritt im Jahr 2017 durch die Gemeindevertretungen vollzogen wurde. Die Gemeinde kann jetzt sicher in die Zukunft schauen und ein „Zerschlagen/Aufteilen“ unserer Gemeinde ist vom Tisch. Ich werde auch weiterhin, nunmehr ab dem 01.01.2018 als Amtsdirektor des Amtes Dahme/Mark, in Verantwortung stehen.

 

Jetzt ist es aber erstmal an der Zeit kurz inne zu halten und zu schauen, was im letzten Jahr geschafft wurde. Die Ausgangssituation im Jahr 2017 war während meiner Amtszeit die bisher schwierigste, da wir erhebliche Probleme hatten der Gemeindevertretung einen ausgeglichenen Haushalt für das Jahr 2017 vorzulegen.

 

Im Mai konnte die neue fertiggestellte Grundschule mit Hort an die Schul- sowie Hortleitung und den Kindern übergeben werden. Damit ist der erste große Meilenstein am künftigen Campus der Generationen vollzogen. Ich wünsche mir, dass die Gemeindevertretung das gesamte Projekt weiter vorantreibt. Kurz vor Weihnachten erhielten wir noch die schöne Nachricht, dass wir zur Gestaltung der Außenanlagen mit 400.000 Euro Fördermitteln rechnen können. Seit 2012 wurde massiv am Schulstandort investiert:

  • Umbau und Neugestaltung der ehemaligen Mensa zum multifunktionalen Dorfgemeinschaftshaus
  • Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der ehemaligen Mensa zur Eigenstromversorgung des Schulstandortes
  • Erneuerung des Sportplatzes für die Grundschule
  • Anlegen eines Bolzplatzes für die Kinder der Schule und des Hortes
  • Gründung der Schulküche Werbig GmbH
  • Umbau der Schulküche und Erneuerung der Küchenausstattung
  • Umbau und Erneuerung der Hackschnitzelheizung
  • Umbau der Grundschule und des Hortes, Modernisierung der Schul und Hortausstattung

 

In diesem Jahr konnte dank des Fördervereins der Schule, der Playmobilstiftung und vieler fleißiger Helfer der neue Spielplatz, mit einem Piratenschiff als Herzstück, an die Kinder unserer Grundschule und des Hortes übergeben.

 

Weiter ging es auch bei der Umstellung bzw. bei der Erneuerung der Straßenbeleuchtung. So konnten in den letzten Jahren die Straßenbeleuchtung in Welsickendorf, Hohenahlsdorf, Bärwalde, Sernow, Wiepersdorf und Höfgen erneuert bzw. auf LED-Leuchtmittel umgestellt werden. Für die Umstellung musste der Ortsteil Sernow als Versuchsobjekt herhalten. Da die prognostizierten Einsparungen noch übertroffen wurden, kann ich der Gemeindevertretung nur empfehlen, die Umstellung konsequent voran zu treiben. Aktuell arbeitet die Verwaltung zusammen mit dem regionalen Energieversorger E.DIS AG daran die Straßenbeleuchtung in Körbitz, Kossin und Hohenahlsdorf (Siedlung) zu erneuern.

 

Wie schnell oft die Entwicklung sein kann, sehen wir bei der DSL-Versorgung im Gemeindegebiet. Im Jahr 2012 erhielten die Ortsteile Hohengörsdorf, Hohenahlsdorf, Borgisdorf, Höfgen, Welsickendorf, Körbitz, Reinsdorf, Wiepersdorf, Riesdorf, Schlenzer und Sernow DSL bis zu 16 MBit/s. Im Jahr 2014 folgten Kossin, Weißen, Meinsdorf, Bärwalde, Herbersdorf, Werbig, Nonnendorf, Rinow und Hohenseefeld mit bis zu 50 MBit/s. Aktuell wird der Ausbau mit 30 MBit/s am Hausanschluss vorangetrieben. Hiervon ist nahezu das gesamte Gemeindegebiet betroffen. Ich rechne damit, dass gegen Ende 2018 / Anfang 2019 die ersten Haushalte über einen modernen DSL-Anschluss verfügen werden.

 

Gern erinnere ich mich an das Kreiserntefest 2013 in Hohenseefeld zurück. Es war einfach toll zu sehen, was die Hohenseefelder dort auf die Beine gestellt hatten, aber auch die Unterstützung und Teilnahme aller anderen Ortsteile am Kreiserntefest war schon bemerkenswert. Doch bevor es soweit war, dass gefeiert werden konnte, musste erst der heutige Dorfgemeinschaftsplatz beräumt werden. Schön, dass der neue freie Platz eine so wunderbare Nutzung gefunden hat.

 

Ebenso sind mir gut in Erinnerung geblieben die 800-Jahrfeier in Schlenzer und das Trachtenfest 2015 in Meinsdorf. Für die Hohenseefelder war das Kreiserntefest ja bekanntlich nur der Startschuss zu weiteren Wettbewerben. So gewann man 2014 den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und holte ein Jahr später einen sehr guten 3. Platz beim Landeswettbewerb, der zur Teilnahme am europäischen Dorfwettbewerb mit seiner Abschlussveranstaltung in Tihany/Ungarn berechtigte. Danke an Hohenseefeld, insbesondere dafür, dass ihr immer als ein Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming aufgetreten seid. Letztendlich wurde Hohenseefeld im Jahr 2017 auch in die AG „historische Dorfkerne“ aufgenommen und, dass Dorf Zukunft hat zeigt die Errichtung einer E-Ladesäule in Hohenseefeld direkt an der Skaterstrecke. Diese wird im ersten Quartal 2018 in Betrieb gehen.

 

Oftmals sind es die vermeidlich kleinen Dinge im Leben, die doch Großes bewirken können. Hier gilt mein Dank den Vereinen, die sich in den letzten Jahren teilweise neu gegründet haben und sich aktiv ins Dorfleben einbringen. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Dorfverein in Hohengörsdorf ein Backofenhaus wiederaufgebaut und ein kleiner Spielplatz direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus errichtet. Auch der Verein in Wiepersdorf hat seit seiner Gründung  bereits viel geschafft. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein ein neuer Spielplatz. Spielplätze entstanden auch in Rinow, Hohenahlsdorf, Hohenseefeld, Kossin und Herbersdorf.

 

Beim Sonderwettbewerb der LAG waren unsere Ortsteile die teilnahmen, auch sehr erfolgreich. Das waren Riesdorf, Hohengörsdorf, Wiepersdorf und Kossin. Ich denke die Sanierung der Einsiedlersäule in Meinsdorf, die Sanierung des Kriegerdenkmals in Körbitz, die Einfriedung des Friedhofes in Nonnendorf usw. tragen dazu bei, sich wieder in seinem Dorf wohlzufühlen. Wir hatten auch ein gutes System, um die Grünflächenpflege in unseren Dörfern besser in den Griff zu bekommen. Leider wurden wir aus rechtlichen Gründen gezwungen diese Lösung zur Grünflächenpflege in unseren Ortsteilen einzustellen. An einer Lösung wird gearbeitet. Auch einige Jugendprojekte trugen dazu bei, das Erscheinungsbild unserer Dörfer zu verbessern.

 

Eine sehr gute Zusammenarbeit hatte ich auch mit den Forstbetriebsgemeinschaften Welsickendorf und Schlenzer. Ohne diese beiden Forstbetriebsgemeinschaften wäre der Waldwegeausbau, der auch zur schnellen Brandbekämpfung und Rettung von Personen dient, nicht vorangeschritten.

 

Erwähnen möchte ich auch den Hof Gerhard aus dem Ortsteil Hohengörsdorf, der mit seinen Bewohnern uns oft zur Verfügung stand, wenn es darum ging, dass angepackt werden musste. Danke Jungs!

 

Die Aufgabe Feuerwehr geht ab 01.01.2018 zum Amt über. Auch hier wurde einiges geschafft und vieles ist noch zu tun. Schwerpunkt für die nächsten Jahre wird weiterhin die Löschwasserversorgung im Gemeindegebiet und die Fahrzeug- und Geräteausstattung der Wehren sein. Ich möchte mich für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Gemeindewehrführer, Nico Rudolph, bedanken und denke, dass wir die Zusammenarbeit im Jahr 2018 so weiterführen können. Besonderer Dank geht auch an die Wehren, die eine aktive Nachwuchsausbildung in der Feuerwehr durchführen. Und natürlich auch an die Gräfendorfer, die mit der Ausgestaltung und Durchführung des Nachtpokallaufs eine tolle Veranstaltung in unserer Gemeinde etabliert haben.

 

Leider gibt es Sachen die mich ärgern. Meist sind es Angelegenheiten, auf die die Gemeinde nur mittelbar Einfluss hat. Dies sind insbesondere die Straßenbaumaßnahmen des Landes und des Landkreises. Beim Landkreis gab es schlichtweg keine und beim Landesbetrieb für Straßenwesen gestaltet sich alles sehr schwierig. So war abgestimmt, dass im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt Hohenseefeld der Kreuzungsbereich verändert wird und die Gemeinde in diesem Zuge Gehweg, Parkplatz und Straßenbeleuchtung saniert. Lediglich der Straßenbelag wurde abgefräst und neu aufgebracht. In Werbig plant der Landesbetrieb seit mehreren Jahren erst den Kreuzungsbereich und nunmehr die gesamte Ortsdurchfahrt zu erneuern. Ich bin gespannt, ob im Jahr 2018 noch ein Baubeginn erfolgt. In Hohengörsdorf kann man bereits Bücher zur Sanierung der Ortsdurchfahrt schreiben. Der Ort benötigt dringend eine Ortsumfahrung, da es aus meiner Sicht schlichtweg nicht möglich ist, die Doppelkurve so herzurichten, dass sie den heutigen Verkehr standhält. Die Ortsumfahrungen Hohenahlsdorf und Welsickendorf sind auch in weiter Ferne gerückt. Die Hinweise der Gemeinde zum Bundesverkehrswegeplan 2030, indem wir ein Ausbau der B101 ab Jüterbog Süd bis zur Landkreisgrenze Elbe-Elster forderten, wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Über den Radwegebau an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen möchte ich gar nicht reden, weil es schlichtweg keinen gibt. Die Gemeinde versucht nunmehr über das Flurbereinigungsverfahren NF 1 eine Verbindung für Radfahrer und Skater von der Skaterstrecke bei Riesdorf nach Werbig zu schaffen. Eine Vorortbesichtigung erfolgte kurz vor Weihnachten. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Maßnahme im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens umsetzen können.

 

Zum Thema Windenergie gibt es auch keine neuen Erkenntnisse. Derzeit wird auf Bundesebene versucht, eine kommunale Konzessionsabgabe für den erzeugten Strom gesetzlich zu verankern. Dies würde erhebliche Mehreinnahmen für die Gemeindekasse bedeuten. An diesem Thema werde ich selbstverständlich dran bleiben.

 

Wie geht´s weiter im Jahr 2018?

Ich werde ab dem 01.01.2018 Amtsdirektor des Amtes Dahme/Mark sein. Die Gemeinde Niederer Fläming wird im Amtsausschuss durch den ehrenamtlichen Bürgermeister und drei weiteren Gemeindevertretern (Frau Klimaschewski, Herr Löffler und Herr Wäsche) vertreten sein. Der Gemeindevertreter Herr Siebert vertritt ab 01.01.2018 die Gemeinde vorübergehend als Vertretung des ehrenamtlichen Bürgermeisters, bis Ende Januar durch die Gemeindevertretung der stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister gewählt wird. Bis zur Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters am 22. April 2018 wird der Stellvertreter die Funktion des ehrenamtlichen Bürgermeisters wahrnehmen.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und fürs neue Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit!

 

David Kaluza

Ihr Bürgermeister

und ab dem 01.01.2018 Ihr Amtsdirektor