Hohengörsdorf

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Hohengörsdorf wurde erstmals 1161 als „Gerhardestorph“ urkundlich erwähnt. Das Dorf zählt zu den ersten Ansiedlungen, die unter Wichmann südlich von Jüterbog abgesteckt wurden. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts zählte Hohengörsdorf zum Bistum Brandenburg.

Der Name lässt auf die Lage schließen. Hohengörsdorf liegt leicht erhöht zu den Nachbarorten.Durch den Ort führt die B 102.Um den Dorfanger reihen sich die weitgehend noch erhaltenen Vierseithöfe mit ihren angrenzenden Bauerngärten. Eine Besonderheit sind die Maulbeerbäume auf dem Anger, die unter dem Einfluss von Friedrich dem Großen zur Seidenraupenzucht gepflanzt wurden. Als ortsbildprägend kann insbesondere ein Gehöft mit einer noch erhaltenen historischen Klinkerfassade, ein Fachwerkhaus und das sogenannte „Chausseehaus“, ein ehemaliges Zollhaus aus rotem Backstein, genannt werden. An diesem Chausseehaus konnte wie bei einem Grenzübergang die Chaussee mittels eines Schlagbaumes gesperrt werden. Im Auftrag des Landes wurden hier sogenannte Wegegelder erhoben. Bis 1984 befand sich eine Bockwindmühle im Dorf. Noch im Jahre 1900 gab es einen Ziehbrunnen. Der Postmeilenstein weist auf die Lage an einer Poststraße hin.

Die Kirche in Hohengörsdorf gilt als eine der schönsten Kirchen des Flämings. Sie ist auch eine der ältesten Kirchen und man kann erkennen, dass sie bald nach der Gründung des Ortes zwischen 1200 und 1250 gebaut wurde. An das in der Grundfläche rechteckige Kirchenschiff schließt sich ein quadratischer Chorraum an und an dessen Ostende muschelartig die Apsis. Mit der Erweiterung der Flaeming-Skate wird Hohengörsdorf 2005 an die Bahn angeschlossen.

Einwohner: 112

(Stand 31.12.2016)