Waltersdorf

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Waltersdorf wird laut Unterlagen im Staatsarchiv Magdeburg 1183 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich eine slawische Siedlung, wurde auch Waltersdorf von den Flamen neu besiedelt. Die Grenzlage führte zu häufig wechselnden Zugehörigkeiten z. B. war 1342 Waltersdorf im Pfandbesitz der Gebrüder Krull von Schlieben, 1441 fiel die Herrschaft an Baruth, 1529 wird Waltersdorf als Vorwerk von Niebendorf erwähnt.

Waltersdorf ist ein Angerdorf. Es liegt im nördlichen Flämingwaldhügelland in einem leicht eingeschnittenen Tal am Waldrand. Um den Dorfanger gruppieren sich die typischen Drei- und Vierseithöfe mit den angrenzenden Bauerngärten. Waltersdorf hatte ehemals eine Mühle, die sich abseits des Dorfes auf einer Kuppe befand. Die dort noch befindliche Hofanlage kennzeichnet den Standort, von wo aus eine ausgezeichnete Fernsicht besteht. Seitlich des Dorfangers befinden sich die Kirche und der Friedhof. Die Dorfkirche ist ein turmloser, spätgotischer Rechteckbau aus Feldsteinen, der im 15. Jahrhundert barock verändert wurde. Auf der Südseite befindet sich ein altes Spitzbogenportal mit gestufter Backsteinleibung, deren Eichentür mit querlaufenden schmiedeeisernen Lilienbändern aus der späten Gotik verstärkt ist. Die Fensteröffnungen wurden im 18. Jahrhundert korbbogig oder rechteckig erweitert. Die Kirche weist eine sehr schöne Decken- und Wandmalerei auf.

Einwohner: 84

(Stand 31.12.2016)