Welsickendorf

Kirche

Welsickendorf wird 1307 erstmals erwähnt und ist auf die Besiedlung durch die Flamen zurückzuführen. 1865 wurde die Hälfte des Dorfes durch einen Großbrand vernichtet. 1896 war Welsickendorf ein Pfarrdorf mit einer Ziegelei. Die ehemals vorhandene Windmühle wurde 1911 durch eine neue Bockwindmühle, die in der Nähe von Wittenberg abgebaut wurde, ersetzt und im Jahr 1944 durch einen Fliegerangriff zerstört. 1948 wurde sie wieder in Betrieb genommen und bis 1982 genutzt. In Welsickendorf wurde nach dem Krieg keine Bodenreform durchgeführt.

Welsickendorf ist ein Angerdorf. Der Ort befindet sich am Rande der östlichen Fläminghochfläche Der Dorfanger ist im südlichen Teil bebaut. Auf dem nördlichen Teil befindet sich der Dorfteich. Der alte Dorfbereich ist durch Drei- und Vierseithöfe mit den dahinterliegenden Gärten geprägt. Durch die Ortslage führt die Bundesstraße 101. Die Dorfkirche ist ein spätgotischer Feldsteinbau aus dem 14. Jahrhundert und befindet sich in der Mitte des Dorfes. Der aufgesetzte Fachwerkturm entstand 1858 nach barockem Vorbild und wurde restauriert. Zahlreiche Waldwege führen insbesondere im südlichen Abschnitt durch die Welsickendorfer Heide und laden zu verschiedenen Freizeitaktivitäten, wie Wandern oder Radfahren, ein.

Die Flaeming-Skate führt auf einer Strecke von etwa 8 km einerseits von Welsickendorf aus durch ein ruhiges Waldgebiet nach Wiepersdorf und andererseits hinter den Gärten entlang des Feldsaumes zum 2 km entfernten Körbitz. Auf der Strecke, zwischen den Orten Welsickendorf und Wiepersdorf, lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Flugplatz Reinsdorf.

Einwohner: 182

(Stand 31.12.2016)