Wiepersdorf

Schloss

Wiepersdorf wurde 1160 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehört zu dem „Ländchen Bärwalde“. Die brandenburgische Lehnshoheit dauert bis 1462. Danach gehörte das „Ländchen“ zu Böhmen. Im Dreißigjährigen Krieg ist der Ort vollkommen wüst. 1742 wird die Lehnshoheit durch Friedrich den II. aufgehoben. Danach wechselten die Eigentümer des „Bärwalder Ländchens“ mehrfach. 1780 bis 1945 war Wiepersdorf Eigentum der von Arnims.


Das 1731 – 1738 errichtete Barockschloss einschließlich der großen Parkanlage wurde deren Landsitz. Ludwig Achim von Arnim (1781-1831) und Bettina von Arnim (1785-1859) waren es, die Schloss Wiepersdorf bereits zu einem Ort der kulturellen Begegnung machten. Die Schlossparkanlage besteht aus einem barocken Garten mit Orangerie und aus einem angrenzenden Landschaftspark mit altem Baumbestand. 1997 fand die letzte gartendenkmalpflegerische Wiederherstellungsmaßnahmen statt, die sich auf die Grundlage des Zustandes des Gartenparterres nach von Arnim im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts stützt. Nach der Bodenreform wurde Schloss Wiepersdorf Volkseigentum und zur Arbeits- und Erholungsstätte von Künstlern und Schriftstellern. Namhafte Schriftsteller der DDR waren hier zu Gast, unter ihnen Anna Seghers, Christa Wolf, Arnold Zweig.

Wiepersdorf befindet sich am Rande des östlichen Fläming-Hügellandes. Die Dorfgestalt ist im wesentlichen geprägt durch das Wiepersdorfer Schloss einschließlich des weitläufigen Parks sowie den Landarbeiterhäusern. Der Dorfanger ist teilweise bebaut.Die Dorfkirche ist ein spätmittelalterlicher, rechteckiger, turmloser Feldsteinbau, der in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts verändert wurde. Neben der Kirche befindet sich die Begräbnisstätte der von Arnims.

Die Flaeming-Skate führt direkt durch den Ort. Die Trasse verläuft u.a. über den Dorfanger mit seinen gut erhaltenen Bauerngehöften. Nach Querung der Landesstraße geht es weiter über eine Stegrampe in Richtung Welsickendorf durch ein herrliches Waldgebiet.

Wenige Schritte vom Schloss beginnt ein etwa 800 Meter langer „Rotkäppchen“-Wanderweg. Für Generationen von Wiepersdorfern ist die Echtheit des Entstehungsortes gar keine Frage. Lässt sich doch vieles aus dem Märchen hier wiederfinden. Dass Rotkäppchens Wiege im Ländeken stand, wird von einer Vielzahl von Autoren gestützt.

Einwohner: 153

(Stand 31.12.2016)

 

Park mit Orangerie

Park mit Orangerie

 

 Durchblick zum Schloss

Durchblick zum Schloss